weise treffen noch einige per
Post ein.
Sobald es zu diesem Thema Neuigkeiten gibt, werden
wir diese hier veröffentlichern.
Erläuterung zum Einspruchsschreiben (gekürzt)
dazu von Mathias Siebolds (la-palma-aktuell.de)
Auf nur 2 Seiten bringen die Leute von der "Centinela-Ecologistas
en Acción" eine Art "Alegación
Popular", welche sich weniger an juristische
Spitzfindigkeiten bindet, sondern in wohl überlegten
Worten über die Absurdität dieser neuen
Verkehrstrasse spricht und schlicht und ergreifend
fordert, diese Straße doch schleunigst aus
dem Inselplan zu streichen.
Die
Übersetzung ist sehr frei und gibt den Inhalt
nur sinngemäß wieder.
Dieser neue Verkehrsweg ist unnötig,
es reicht aus, die bestehenden Trassen zu verbessern
und den eventuell steigenden Beanspruchungen anzupassen.
1. Der im PIOLP vorgegebene Zuwachs
an Bevölkerung stimmt mit der Realität
nicht überein, in Wirklichkeit stagniert die
Zahl der Einwohner seit Jahren
2. Der Bau neuer Straßen
ist keine Lösung, um die Probleme rund um den
Individualverkehr zu entspannen, wie man bereits
an vielen Beispielen anderswo sehen kann. - Vielmehr
muss der bestehende Fuhrpark, privat wie öffentlich
effektiver und sinnvoller genutzt werden
3. Im PIOLP steht, die neue Straße
erleichtere den Menschen in abgelegenen Gegenden
den Zugang zu den Schulen, Gesundheitszentren und
öffentlichen Einrichtungen. - Besser wäre
es allerdings, die besagten Dienste zu den Menschen
zu bringen und nicht umgekehrt.
4. Der Bau dieser Straße verursacht ernorm
große Umweltschäden und fatale Eingriffe
in die soziale Struktur. - Darüber hinaus zerstört
die neue Trasse wertvolles Agrarland und viel Wohneigentum
von Anwohnern.
5. Der neue Verkehrsweg teilt
die Gemeinden Breña Alta und El Paso in Regionen
nördlich und südlich der Trasse auf, mit
einschneidenden Veränderungen für das
Wohlbefinden der Anwohner.
6. Der neue Verkehrsweg im PIOLP
verfügt nicht über die notwendigen Analysen
in Sachen Umwelt, Wirtschaft, Raumaufteilung, Ökologie
und Soziales. - Daher fand keine öffentliche
Debatte noch Bürgerbeteiligung am Plan statt,
so wie es spanische und europäische Gesetze
aber fordern.
7. Der Bau einer solch großen
Infrastruktur auf La Palma widerspricht den Bedingungen
der UNESCO für ein Weltbiosphärenreservat.
- Darüber hinaus steht diese neue Trasse gegen
das Gesetz 6/2002, welches die Raumordnung für
die Inseln La Gomera, El Hierro und La Palma beschreibt,
genau so wie gegen das Gesetz 19/2003.
8. Das Argument, der Bau würde
Arbeitsplätze auf La Palma generieren ist nicht
tragfähig. - Wie wir aus Erfahrung an anderen
Großprojekten hier auf der Insel wissen, bringen
die beauftragten Firmen meist eigenes Personal mit
und rekrutieren den Großteil der Mitarbeiter
über Werkverträge aus Billiglohnländern.
9. Der Bau einer solch großen
Straße widerspricht dem eigentlich Sinn der
Lebensvorstellung auf dieser Insel. - Wirklicher
Fortschritt hat nichts mit großen Infrastrukturen
zu tun, sondern mit der Lebensqualität, die
nicht mit Straßenkilometern aufzurechnen ist.
- Gerade wo in Europa das "Movimiento Slow"
immer mehr an Bedeutung gewinnt, wäre der Bau
einer solch großen Straße ein Rückschritt
für die Entwicklung dieser Insel.
10. Wir wollen ein Entwicklungsmodell
für die Insel welches ausgewogenen Fortschritt
und Entwicklung in sich birgt, immer gemessen an
der Natur, der Traditionen und der Lebensqualität
der Einwohner. Daher fordern wir einen Inselplan,
welcher das bestehende Verkehrsnetz respektiert
und alle Veränderungen mit dem minimalen Einschnitt
in soziale, natürliche, kulturelle und finanzielle
Abläufe beinhaltet.
Daher fordern wir den neuen Verkehrsweg
LP3 aus dem PIOLP zu entfernen.
Vielen Dank!
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