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Die Entstehung der Caldera de Taburiente auf La Palma

Die Entstehung der Caldera de Taburiente

Die Entstehung der Caldera de Taburiente auf der Insel La Palma ist bereits Gegenstand vieler Forschungen gewesen. Das spanische Wort „Caldera“ bedeutet wörtlich übersetzt Kessel und wurde als Fachterminus einst vom deutschen Geologen Leopold von Buch eingeführt. Bei seinen geologischen Studien forschte Buch über die Caldera de Taburiente auf der Insel La Palma und stellte die Theorie auf, dass es sich bei ihr um einen ehemaligen Vulkandom handele. Dieser sei entweder eingestürzt oder durch eine große Explosion verschwunden, und bei der Caldera de Taburiente handele es sich um seine Überreste.

Mehrere Thesen zur Entstehung

Die These Buchs aus dem neunzehnten Jahrhundert wurde jedoch schon bald vom Engländer Charles Lyell angezweifelt und man ging lange davon aus, dass die Caldera de Taburiente weitestgehend durch Erosion entstanden ist. Auch der Forscher Navarro nimmt in seiner 1994 veröffentlichten Studie Erosion als die wesentliche Entstehungsursache an. Unklar ist dabei auch das Alter der Caldera, manche Forscher schätzen es auf bis zu 35 Millionen Jahre.

Eine weitere Hypothese, dass im Zentrum der Insel La Palma vor 12 Millionen Jahren ein riesiges Vulkanschild stand, dass später abbrach und ins Meer abrutschte. Eine jüngere Studie aus den Niederlanden sieht die Caldera hingegen zusammen mit der Cumbre Nueva als Abrisskante einer riesigen Trümmerlawine aus Vulkangestein, die ungefähr vor einer halben Million Jahren entstanden ist. Ihre Reste würden sich noch heute vor der Insel La Palma auf dem Meeresboden befinden. Später seien die Schluchten durch stetige Vulkanablagerungen aufgefüllt worden und mit der Zeit erneut langsam erodiert.

Wie auch immer sie entstanden ist, die Caldera de Taburiente prägt die Landschaft der Insel La Palma. Mit Ihren steilen Hängen, die an manchen Stellen bis zu 1500 Meter abfallen, und den darin befindlichen Schluchten kommt die ursprüngliche Beschreibung der Caldera als Kessel ihrer Erscheinung schon sehr nahe. Wer auf dem Gipfel des Roque de los Muchachos steht, dem bietet sich bei klarem Wetter ein imposanter Eindruck von den Naturgewalten, die hier einst gewirkt haben müssen. Wind und Wasser haben das Gestein zudem über Jahrmillionen stetig zersetzt. Der nach Südwesten abfließende Barranco de las Angustias („Schlucht der Todesängste“) bildet die einzige Öffnung der Caldera und bot während der Eroberung Schutz und Versteck für die Ureinwohner der Insel La Palma.

Das Besucherzentrum der Caldera de Taburiente

All dies erfährt man im Besucherzentrum der Caldera de Taburiente, direkt an der Fernstraße von El Paso nach Santa Cruz de la Palma. Der Eintritt ist frei, und es werden regelmäßig Informationsfilme über die Entstehung der Insel La Palma und der Caldera der Taburiente gezeigt.

Das Wort Caldera verwendet man heutzutage übrigens immer noch in der Geologie. Es bezeichnet einen breiten kesselförmigen Krater - genau wie die Caldera de Taburiente auf der Insel La Palma.

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