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WASSER
Wasserstaubecken

Die Öffentliche Hand hat inzwischen vier große Speicherbecken für übriges Winterwasser auf La Palma errichten lassen.
Das größte ist in Barlovento, die sogenannte laguna. Ein weiteres Becken ist in Puntagorda. Zudem gibt es eins in Las Manchas unterhalb von Cuatro Caminos sowie das neueste in Dos Pinos in Los Llanos.
         Das wurde erst im vergangenen Jahr fertig und teilweise gefüllt. Danach ergab sich ein Leck im Boden, und das angefallene Wasser – immerhin um die 200.000 Kubikmeter – mußte zum Zweck der Reparatur des Defekts abgelassen werden.
         Weitere Reservebecken sind geplant; eins davon soll im Barranco de Las Angustias errichtet werden, um möglichst viel des Wassers auffangen und speichern zu können, das bei starken Regenfällen anfällt, nämlich dann, wenn der Barranco "fließt".

Wassertunnel
Im Osten der Insel fällt durch die Passatwinde mehr Wasser an als im Westen. Da gibt es aber – im weiten Aridane-Tal - mehr Bananenplantagen als im Osten und erhöhten Wasserbedarf.
         Deshalb wurde vor einigen Jahren eine Rohrleitung von Ost nach West verlegt, die an der höchsten Stelle durch den Straßentunnel unter der Cumbre Nueva hindurchführt. Das auf diese Weise transferierbare Wasser zeigte sich jedoch nicht als ausreichend.
         Aus dem Grund wird derzeit an einem 10 Kilometer langen Ost-West-Wassertunnel gebohrt. Mit ihm sollen eines Tages alle Probleme um das Bananenwasser durstige Aridane-Tal gelöst werden.

Der Tunnel ist seit seiner Planung und der Inangriffnahme des Baues ein dauernder Anlaß zum Streiten. Ursprünglich sollte er ein Gefälle nur von Ost nach West haben. Später wurde dahingehend modifiziert, daß von der Mitte her ein Gefälle jeweils nach Osten und Westen gebaut wird.
         Das zeigte sich im Nachhinein als vorteilhaft: Der Tunnel zieht viel mehr Wasser als – angeblich - vorgesehen, das aber von selbst ablaufen kann. Vom Osten her mußten die Bauarbeiten etliche Monate lang unterbrochen werden, um mit dem vielen anfallenden Wasser fertigzuwerden. Das ist nun, wie die Inselverwaltung stolz betont, erstmals Wasser der Öffentlichen Hand.

Gegner des Tunnels sind vor allem Galerienbetreiber in der Gegend der Cumbre Nueva. Sie befürchten – vermutlich zu Recht – eine Minderung der Wasserförderung der Galerien durch das aus dem Tunnel entnommene Wasser.
         Man denkt da an die Kaskade in El Mulato (Los Tilos) im Nordosten der Insel. Dort wird das einzige noch verbliebene Wasserkraftwerk auf den Kanaren betrieben. Es hat die Hälfte seiner Leistung eingebüßt, seit in den 70er Jahren die Galerien in der Caldera immer tiefer in den Berg hinein verlängert werden mußten.
         Die Wassermenge in El Mulato nahm spürbar ab.

Aus: La Palma Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002

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