Die
privaten Leitungen sind meistens schon vor Urzeiten
verlegt worden.
Niemand läßt sich das Recht an diesen
Leitungen nehmen, auch wenn sie möglicherweise
zeitweise nicht genutzt werden. Anders ist es,
wenn im Nachhinein zusätzlich jemand Wasser
durch solche Leitungen laufen lassen will.
Dann können die Besitzer der Rohre Durchlaufrechte
geltend machen und dafür kassieren. 90,-
Euro pro Jahr oder mehr können dann anfallen.
Neue Rohre zu verlegen stellt den Privatmann
vor fast unlösliche Probleme.
Alle Besitzer der jeweiligen Grundstücke,
durch die das neue Rohr führen soll, wollen
um Erlaubnis gefragt sein. Schon das Ausfindigmachen
der Besitzer ist ein Abenteuer für sich.
Wenn es irgendwie geht, verlegt man ein neues
Rohr deshalb entlang eines bereits bestehendes
Leitungsstranges am Rand von Wegen und Straßen
oder auf Grenzmäuerchen; ein Rohr mehr
oder weniger spielt da dann keine Rolle.
Aber Vorsicht:
Nicht alle Mauern, die aussehen wie Grenzmäuerchen
sind Grenzen, denn diese können auch durchaus
mal durch ein Grundstück führen.
Schwierig wird es, wenn unter einem Weg hindurch
oder einer Straße verlegt werden muß.
Die zuständige Gemeinde verlangt recht
hohe Gebühren für derartige Vorhaben
und happige Kautionen, die eine völlige
Wiederinstandsetzung der Straßenoberfläche
gewährleisten sollen.
Wenn es sich bei der Straße um eine Inselstraße
handelt, muß zudem eine kostenpflichtige
Lizenz von der Inselverwaltung eingeholt werden.
Und regelmäßig werden bei Straßenbauarbeiten
unter dem Asphalt verborgene Rohre beschädigt.
Verantwortungsbewußte Baufirmen haben
deshalb immer zweckdienliches Werkzeug und Ersatzteile
zur Hand, um etwaige Havarien sofort reparieren
zu können. Probleme, die jeder hier auf
La Palma kennt.
Aus: La Palma
Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002