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WASSER
Trink- und Brauchwassertanks

Mit der Verrohrung der Insel anläßlich der Anlage von Galerien kamen andere Wasserbehälter auf.
Sie standen über dem Grund, denn das darin über die Rohre aufgefüllte Wasser sollte gleichzeitig zur Bewässerung herangezogen werden können. Vor dem Bewässerungstank war ein gedeckelter Trinkwasserbehälter gebaut, der, sofern er hoch genug gebaut war, fließendes Wasser ins Haus liefern konnte.
         Daneben war oft genug ein Becken zum Wäschewaschen angebracht, mit Rillen auf einer schrägen Fläche, die pileta. Außerdem kamen nach und nach für die Hauswasserver-sorgung große Dachbehälter auf.
         Sie waren früher ausschließlich aus Asbestmaterial. Inzwischen hat sich die gesundheitsschädliche Wirkung dieses Materials herumgesprochen, und Plastik ist anstelle des Asbests getreten.

Plantagenwassertanks (Fincas)
Mit den oberirdisch angelegten Tanks, die je nach Größe der zu bewässernden Flächen zwischen nur 10, aber durchaus auch mehrere Hundert Kubikmeter Wasser aufnehmen können, wurde lange Zeit die Bewässerung der Obst- und Gemüseversorgung der Insel aufrecht erhalten.
         Von den Tanks aus laufen zementierte Kanäle (atarjeas) durch die Garten- und Plantagenanlagen. In strategischen Abständen gibt es in den Kanälen seitliche Öffnungen, durch die das Wasser je nach Bedarf an bestimmter Stelle abgelassen werden kann.
         Laut Gesetz müssen die Tanks kindersicher abgeschirmt sein mit Drahtzäunen oder ähnlichen Einrichtungen.

Mit dem Aufkommen der Bananenplantagen vor rund hundert Jahren kamen zudem sehr viel größere Tanks in Gebrauch. Sie dienen der Aufnahme des Bewässerungswassers. Zwar wird das normalerweise in 10-tägigem Rhythmus, so wie es die Plantage braucht, geliefert, aber dieses sogenannte Bananenwasser läuft Tag und Nacht.
         Wer keinen Tank hat, muß deshalb zuweilen zu tiefschlafender Nachtzeit in seiner Plantage mit einer Kopftaschenlampe versehen umherhuschen und den gerade ankommenden Wasseranteil in die Plantage leiten. Wo man es sich leisten kann, baut man die Tanks größer als notwendig, oder mehrere Plantagenbetreiber tun sich zusammen und errichten gemeinsam einen großen Tank.
         Das hat den Vorteil, daß Volumenreserven bestehen zur Aufnahme von im Winter zur Bewässerung nicht benötigten Wassers für schlechtere, sprich trockenere Zeiten.
         Sehr große Tanks dienen auch der Aufbewahrung von Wasser derer, die sozusagen Großwasserbesitzer sind und ihr Wasser verkaufen. Von solchen Tanks aus werden viele Kanäle gespeist und Plantagen bewässert.

In diese großdimensionierten Bewässerungsbehälter kommt das Wasser meistens aus dicken Rohren. Je nach Notwendigkeit wird eine gewisse Zeit die benötigte und vertraglich zugesicherte Menge Wasser bezogen, die Dula.
         Manche Tankbesitzer haben sich eine Meßlatte im Tank angebracht, um kontrollieren zu können, ob die eingeleitete Wassermenge der entspricht, auf die sie ein Anrecht haben.

Aus: La Palma Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002

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