Inzwischen
gibt es in allen 14 Gemeinden der Insel auch die
öffentliche Wasserversorgung.
Zu diesem Zweck sind große Wasserbehälter
errichtet worden, deren Inhalt seit einigen Jahren
in periodischen Abständen gechlort wird.
Gemeindewasser nennt man hier dieses Wasser. Es
wird nicht über Verteilerkästen zugeführt,
sondern über direkte Wasserleitungen mit
Wasseruhren. Üblich ist eine monatliche Grundgebühr,
in der eine gewisse Wassermenge enthalten ist.
Jeder weitere Kubikmeter wird sodann eigens abgerechnet.
Stufenweise wird der Preis pro Kubikmeter höher
eine Art negativer Rabatt sozusagen. Damit
soll vermieden werden, daß Gemeindewasser
zu Bewässerungszwecken herangezogen wird.
Die Gemeinden haben kein eigenes Wasser. Sie
müssen es wie jeder andere von den privaten
Anbietern beziehen und mit diesen abrechnen.
Weil im Bezug des Gemeindewassers immer mal
Engpässe auftreten, besonders in der trockenen
Sommerzeit, erwägen manche Gemeindeverwaltungen,
in Zukunft die Abgabe ihres Wassers nur an solche
Abnehmer zu erlauben, die über Reservebehälter
verfügen.
Das ist bei den meisten Verbrauchern ehedem
der Fall. Den dauernden Klagen in den Rathäusern
von Verbrauchern wegen mangelhaften Nachschubs
von Gemeindewasser soll damit begegnet werden.
Aus: La Palma
Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002