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WASSER
Wasserauffangbehälter, Zisternen

Die einzigen Behälter, die es früher zur Aufbewahrung von nennenswerten Wassermengen gab, waren die Zisternen.
Meist wurden sie in den Grund oder wenigstens in den Hang hinein gebaut. Damit sollte erreicht werden, daß das im Winter aufgefangene Wasser im Sommer kühl blieb und nicht verdarb.
         Ein dichter Abschluß nach oben war angebracht und eine Entnahmeöffnung. Die bestand normalerweise aus einem halbmeterhohen Kasten aus Holz mit einem Deckel, der beim Wasserfassen mit einem an einem Strick angebundenen Eimer abgenommen werden konnte.

Der Deckel der Zisterne und der Kasten mußten so gestaltet sein, daß keine Kleintiere wie Mäuse oder Eidechsen in das Zisterneninnere fallen konnten, darin ertranken und sodann das Wasser verpesteten.
         Üble Coli-Vergiftungen konnten dadurch diejenigen davontragen, die solcherart verunreinigtes Wasser zu sich nahmen. Um die Zisternen im Winter voll zu bekommen, waren an den Dächern der umgebenden Häuser Dachrinnen mit Ableitungen angebracht.

Lange waren die Zisternen die einzige Möglichkeit, im regenfreien Sommer Wasser über vertretbare Entfernungen hinweg ins Haus zu bekommen, und das galt selbst für die Städte.
         Wenn der Herbst nahte und es keine ergiebigen frühzeitigen Regenfälle gab, so entsinnen sich ältere Palmeros, mußten sie, damals noch Kinder, sich nicht so oft in dem kalten, knapp werdenden Wasser waschen.

Aus: La Palma Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002

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