Immer wieder wird davor gewarnt, vor allem in der trockenen Jahreszeit des Sommers an nicht dafür vorgesehenen Grillplätzen Feuer zu machen bzw. unachtsam Flaschen oder Zigarettenkippen wegzuwerfen.
Leider mußte die Insel La Palma im Jahr 2000 wieder wegen Unachtsamkeit einige tausend Hektar Wald und Obstflächen sowie auch Wohnhäuser einbüßen.
Der Nationalpark "Caldera de Taburiente", die wichtigste Sehenswürdigkeit der Insel konnte gerade noch in letzter Minute vor übergreifenden Bränden gerettet werden. Tagelang tobten im Juli/August 2000 verheerende Brände, die ca. 5.000 Hektar Wald- und Buschland vernichteten.
Auf La Palma waren es die folgenschwersten Waldbrände seit mehr als zehn Jahren.
Nachdem die eingesetzten Feuerwehrmänner die Brände bereits unter Kontrolle gebracht hatten, entfachte in der Nacht der aufkommende Wind die Flammen erneut. Der Wind trieb glücklicherweise das Feuer vom Nationalpark weg aber leider in Richtung auf die Ortschaft Tijarafe zu. "Zum Glück" erreichte das Flammenmeer nur den Rand des Taburiente-Nationalparks, der in einem Vulkankrater von ca. neun Kilometern Durchmesser liegt und einer der größten Krater der Welt und damit ein beliebter Ausflugsort für Naturfreaks ist.
In Tijarafe mußten zahlreiche Bewohner ihre Häuser verlassen, um dem Feuer zu entkommen. Später teilte die Inselbehörde mit, daß die Waldbrände weitgehend unter Kontrolle seien. Jedoch konnte das Feuer erst nach drei Tagen völlig gelöscht werden und die Bewohner des Nordens konnten wieder aufatmen.
Dank der Natur, die sich relativ schnell von dem Feuer erholt, konnte man schon wenige Wochen nach dem verherrenden Brand an den Bäumen neue Triebe erkennen. Trotzdem wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis man die Folgen des Feuers nicht mehr erkennen kann.
Auch die Bewohner der Häuser, die sich in der Gefahrenzone befanden, waren noch lange mit Beseitigung der Asche, die sich überall in den Häusern befand, beschäftigt.
Man kann nur froh sein, daß das Feuer kein Menschenleben kostete.
Nachforschungen der Behörden nach der Ursache des Feuerausbruches ergab, daß man nach einem Grillfest in "La Caleta" (Gemeinde Garafia) das Feuer nicht ordnungsgemäß und vollständig gelöscht hatte. Der dann später auftretende Wind hatte das Feuer wieder erneut zum Leben erweckt.
Daran kann man sehen, wie gefährlich das
Spiel mit dem Feuer ist und wieviel Schaden Nachlässigkeit
verursacht. Deshalb bitten wir Sie nochmals: Grillen
Sie nur an den dafür vorgesehenen Grillplätzen,
löschen Sie das Feuer danach vollständig
aus und vergewissern Sie sich, daß es nicht
erneut entfacht werden kann. Werfen Sie Glasflaschen
in die dafür vorgesehenen grünen Behälter
und nicht in die Natur. Durch Reflexion des Sonnenlichtes
kann auch hier ein Brand entstehen.
Seien Sie besonders vorsichtig mit Zigarettenkippen
und werfen Sie diese nicht unachtsam weg, sondern
machen Sie die Zigarette vorher aus; noch besser
ist es, im Wald grundsätzlich nicht zu rauchen.
Wenn sich jeder von uns an diese "Merkpunkte"
hält, können Brände in Zukunft
vielleicht vermieden werden und jeder von uns
kann die schönste der Kanarischen Inseln
mit seinen Naturschauspielen genießen.
Aus: La Palma Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002 |