| 35 Millionen Peseten für die fleißigen Honigspender
In der Kanarischen Regierung und bei der Inselverwaltung hat man ein Herz für die Insektenwelt entwickelt. Vor einigen Wochen wurden vier Millionen Peseten bewilligt, um fünf im Remo aufgefundene endemische flügellose Heuschrecken vor dem Aussterben zu bewahren.
Kürzlich hat das kanarische Landwirtschaftsdezernat 35 Millionen Peseten bereitgestellt, um die Reinzucht der Schwarzen Biene wenigstens auf La Palma zu gewährleisten.
Solche Aufmerksamkeit ist dieser Art der Honigsucher erst seit etwa einem Jahr zuteilgekommen. Es hatte sich herausgestellt, daß auf La Palma die ursprünglich aus Afrika stammende besondere Biene auf La Palma nur wenig mit anderen Bienenarten eingekreuzt ist.
Vielleicht auch deshalb, weil derzeit noch die Mehrzahl der Imker die Schwarze Biene eher duldet als fördert.
Die ihr zugesprochenen überragenden Eigenschaften mehr Fleiß, besserer Honig und wenig Stechlust konnten von vielen Imkern, im Experiment etwa, nicht schlüssig bestätigt werden.
Zudem geben sich die Bienen jeden Tag verschieden aggressiv, das weiß jeder Halter, und das macht diesbezügliche genaue Untersuchungen schwierig.
Aber darum geht es wohl weniger, wenn ab jetzt La Palma ausschließlich den Schwarzen Bienen vorbehalten sein soll. Vielmehr sollen sie vor dem Aussterben bewahrt werden. Einen Anfang macht man in der Gegend zwischen Barlovento und Los Sauces.
Dort, hat sich herausgestellt, kommen die Schwarzen Bienen noch in Fast-Reinzucht vor.
Damit die Imker einen Anreiz haben, ausschließlich
reinrassige Schwarze Bienen in den Stöcken
zu halten, werden Zuschüsse aus dem oben
erwähnten 35-Millionen-Topf gewährt.
Innerhalb von 10 Jahren, meint man bei der Kanarischen
Regierung, könnte ganz La Palma frei von
fremden und nicht mehr gewünschten Bienenrassen
sein.
Aus: Correo del Valle vom 18.05.2001 |