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Barlovento.
Alle drei Jahre im August das nächste Mal im Jahr 2009 wird auf der rechten Seite des Barranco del Pilón in Barlovento zu Ehren der Virgen del Rosario (Rosenkranzmadonna) die Seeschlacht von Lepanto nachgestellt.
Seit dem Nachmittag weht auf der Festung der Muselmanen die rote Flagge mit dem Halbmond. Die türkische Truppe bewacht die aus Holzstöcken und bemaltem Papier gebaute Festung.
Auf dem imaginären Meer erscheinen plötzlich die weißen Segel eines christlichen Schiffes, über das Johannes von Österreich befiehlt. Daraufhin entwickelt sich Dialog, oder eine Verhandlung, zwischen der Festung und dem Schiff, bis am Heck des Christenschiffes einige Schiffe und Boote mit schwarzen Segeln auftauchen, über denen das muselmanische Banner weht. Aus ihnen erklingen Rufe: Es lebe die Türkei!", die aus dem Schiff des Österreichers mit Es lebe die Jungfrau Maria!" beantwortet werden.
Die Seeschlacht ist unvermeidlich, die christlichen Matrosen entern die muselmanischen Schiffe und zerstören die Flotte des ottomanischen Imperiums.
Bleibt nur noch die Festung einzunehmen, die von den Mauren verteidigt wird. Begleitet vom Krachen des Artilleriefeuers entwickelt sich ein Kampf Mann gegen Mann. Es werden Gefangene gemacht und schließlich zu den Klängen der Nationalhymne die spanische Flagge gehißt.
Die Muselmanen, übel zugerichtet, mit fingierten Wunden und barfuß, und ihr Anführer Alí Baja, humpelnd und in Ketten, werden als Gefangene zur Kirche gebracht. An der Tür des Gotteshauses erwartet sie die Statue der Madonna, der man vom Christenschiff, das den Schluß des Zuges bildet, ein Loblied singt.
Danach gehen alle in die Kirche, wo die Muselmanen stillschweigend zum Katholizismus konvertieren, um danach nun nicht mehr in Ketten zusammen mit den ehemaligen Feinden die Prozession der Rosenkranzmadonna begleiten.
Text & Bild aus: Volkstümliche Feste, Hrsg. Fremdenverkehrsamt La Palma |