| Geographische Lage
La Palma ist eine der kleineren Inseln im Kanarischen Archipel - nur El Hierro und La Gomera sind kleiner.
Auf den Karten findet man die "Isla Bonita", wie sie von den Einheimischen genannt wird, im Nordwesten unter den Koordinaten 28.50 nördlicher Breite und 18.00 westlicher Länge.
Bei einer Länge von 47 km und maximalen Breite von 29 km hat sie eine Oberfläche von ca. 728 Quadratkilometern.
Kanarische Inseln
Topographie
La Palma ist eine "hohe" Insel; die Berge sind in Relation zur Oberfläche sehr hoch.
Die höchste Erhebung ist der "Roque de Los Muchachos" mit 2426 m über dem Meer.
La Palma besteht ringsum überwiegendend aus Steilküste mit einigen schwarzen Vulkansand Stränden.

Charco Verde
Klima
Das vorherrschende subtropische Klima hat den Ausdruck "Ewiger Frühling" geprägt.
Der Norden der Insel und der Nordosten werden fast ganzjährig durch Niederschläge und Passatnebel feuchtgehalten. Dadurch weisen diese Regionen üppige Vegetation auf (Kiefer, Baumheide und Lorbeer).
Der Süden und Westen hingegen wird nur von winterlichen Atlantiktiefs mit Niederschlägen bedacht und hat deshalb einen spärlicheren Pflanzenbewuchs.
Bewohner und Verwaltung
In 14 Gemeinden leben ungefähr 85000 Menschen.
Was die hier lebenden Ausländer betrifft, gehen die Schätzungen weit auseinander: zwischen 4000 und 8000.
Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite mit circa 19.000 Einwohnern. Los Llanos auf der Westseite ist das Wirtschaftszentrum und hat einwohnermäßig die Hauptstadt überholt.
Die Insel gehört zusammen mit El Hierro und La Gomera zur spanischen Provinz Teneriffa.
Wirtschaft und Verkehr
Noch immer dominiert die Landwirtschaft.
Durch den massiven Export von Bananen hat es die Insel zu einem relativen Reichtum gebracht. Das Aridane-Tal ist eine der landwirtschaftlich produktivsten Regionen Spaniens.
Alternative Kulturen sind Avocados und Ananas. Die Viehwirtschaft ist im Abnehmen begriffen. Die Haushaltung von Nutztieren spielt nicht mehr die wirtschaftliche Rolle von früher.

Bananenblüte © Viktor Peschel
Weniger als der Tourismus hat in den letzten Jahren der massive Zuzug von Ausländern (überwiegend Deutsche) das Gesicht und die wirtschaftliche Entwicklung geprägt.
Mit Hilfe des EU-Entwicklungsfonds ist in den vergangenen Jahren viel in den Straßenbau investiert worden, und die Hauptstraßen befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand.
Zwei Busgesellschaften (Nord und Süd) erschließen die ganze Insel. Nach Teneriffa, Gran Canaria und Madrid werden z.Z. täglich Flüge angeboten. Direktflüge aus dem Ausland gibt es das ganze Jahr über. Tägliche Fähren verbinden La Palma mit Teneriffa.
Aus: La Palma Info Nr. 18, Jahresausgabe 2001 - 2002 |